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Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
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Landesvereinigung NRW

 

03.10.09, zuletzt aktualisiert: 03.02.10

Solidarität gefordert

Mumia Abu-Jamal in gefährlichster Lage seit seiner Festnahme 1981

 

Mumia Abu-Jamal in gefährlichster Lage seit seiner Festnahme 198119.01.10

US Supreme Court lehnt endgültige Bestätigung der Todesstrafe
Mumia Abu-Jamal: Leben gerettet, Gerechtigkeit nicht

Mumia Abu-Jamal befindet sich in der gefährlichsten Lage seit seiner Festnahme 1981. Der U.S. Supreme Court wird in seiner im Oktober beginnenden Sitzungsphase über den Antrag der Staatsanwaltschaft nach Wiedereinsetzung der Todesstrafe entscheiden. Sollte das Gericht dem stattgeben, gibt es keine juristische Möglichkeit mehr, dagegen vorzugehen.

Daher geht es jetzt vor allem darum, starken politischen Druck zu erzeugen. Die US-Solidaritätsbewegung versucht seit Monaten, die Obama Regierung zu einer Stellungnahme für Mumia zu bewegen. Im Juli wurde eine Petition an US-Justizminister Eric Holder übergeben, worin eine Untersuchung über den Rassismus in der Justiz exemplarisch an Mumias Fall gefordert wird. Dieser Antrag fand während der letzten Wochen immer stärkere Unterstützung, z.B. von der NNACP Hauptversammlung in New York, dem Vorsitzenden des NAACP in Boston oder auch dem der New Yorker Anwaltskammer. In den nächsten Tagen wird auch eine weitere Petition von Mumias Verteidigung an Präsident Obama selbst erwartet. Sobald sie im Internet erschienen ist, werden wir hier informieren.

Darüber hinaus laufen vielerorts Vorbereitungen auf Proteste gegen einen möglichen Justizmord an Mumia. In der BRD haben sich einige neue FREE MUMIA Gruppen und Bündnisse gegründet. Auch die FREE MUMIA Infotour von der Roten Hilfe und uns, dem Berliner FREE MUMIA Bündnis geht weiter (siehe unter Termine weiter unten).

Senderanfragen:

Die VVN-BdA Wuppertal in Kooperation der VVN-BdA NRW hat zwei Sendeanfragen an verschiedene Sender gestellt:

"Hinter diesen Mauern...- Mumia Abu-Jamal und der lange Kampf um Freiheit"

"In Prison my whole life"

Diverse Gruppen rufen inzwischen dazu auf, am 3. Tag nach einer möglichen Verkündung der Todesstrafe Blockaden und Aktionen vor diplomatischen Vertretungen der USA oder auch Firmen durchzuführen, die ihren Sitz entweder in den USA haben oder aber am gefängnisindustriellen Komplex dort verdienen. Demnächst wird ein Aufruftext veröffentlicht. An manchen Orten beginnen diese Aktionen um 12 Uhr mittags - daher heißt das Konzept "Mumia 3+12".

Ankündigungen dazu erreichen uns bisher aus einigen Regionen der BRD, aus Griechenland und aus Mexico. Mumia Unterstützer_innen in den USA sind von dieser offen angekündigten, praktischen Solidarität beeindruckt und motiviert.

Aber auch die Gegenseite, die Mumia ermorden lassen will, schläft nicht. Unter aktiver Mithilfe des rechten Journalisten Michael Smerconish veröffentlichte Der SPIEGEL am 24.08.2009 einen sehr hetzerischen Artikel "Mythen - Die Feuer der Hölle".

Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan sagt dazu, dass zahlreiche Unwahrheiten in diesem Artikel über Mumia selbst als auch das US-amerikanische Rechtssystem geschrieben stehen. Ein "legal update" speziell dazu sei in Vorbereitung. Sobald es erschienen ist, wird es u.a. auch auf http://mumia-hoerbuch.de/ veröffentlicht werden.

Schwerpunkt werden die im Artikel aufgestellten falschen Behauptungen über Spendengelder und Mumias Aussageverhalten sein. Generell ist dazu zu sagen, dass Der SPIEGEL einerseits schlecht recherchiert hat, andererseits sich aber klar der rechtsradikalen Polizeibruderschaft "Fraternal Order Of Police" (FOP) andient. Es scheint den Ordnungshütern dieses Landes und ihrem Staatsschutzverlautbarungsorgan nicht entgangen zu sein, dass momentan sehr viele Menschen momentan über Mumias Kampf um Leben und Freiheit nachdenken. Die Bewegung umfasst anders als in den meisten anderen aktuellen Anti-Repressionskampagnen sehr viele Menschen unterschiedlicher politischer Überzeugungen. Der SPIEGEL versucht hier ganz klar, die Bewegung zu verunsichern und zu diffamieren, um weiteres Interesse zu verhindern.

Das wird ihnen nicht gelingen!

Wir alle sollten uns eines vor Augen halten: über Mumia Abu-Jamals Leben wird in den nächsten Wochen oder Monaten entschieden werden. Wenn wir jetzt nicht alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen, werden wir in Zukunft eventuell keine Möglichkeit mehr dazu haben.

Die Zeit für Mumia ist jetzt!

Schreibt Mumia in den Knast (http://mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#SchreibtMumia), bereitet selbst Aktionen vor (Mumia 3+12") und schafft Öffentlichkeit.

Sollte es die Lynchjustiz wirklich wagen, die Todesstrafe gegen Mumia zu bestätigen, wird es am letzten möglichen Samstag vor einem Hinrichtungstermin eine große Protestdemonstration zur Berliner US-Botschaft geben.

Start: Oranienplatz, Berlin Kreuzberg, 14 Uhr

Verbreitet dieses Datum weiter!

Das Rundbrief-Archiv des Berliner Bündnis "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" im HdD

Rundbrief des Berliner Bündnisses "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" - März 2010

Rundbrief des Berliner Bündnisses "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" - Februar 2010

Rundbrief des Berliner Bündnisses "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" - Januar 2010

Rundbrief des Berliner Bündnisses "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" - Dezember 2009

Rundbrief des Berliner Bündnisses "Freiheit für Mumia Abu-Jamal!" - November 2009

Weitere Informationen:

http://de.indymedia.org/2009/11/265176.shtml