Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Landesvereinigung NRW

 
 

Termine

 

 

 

 

 

 

 

26. Januar 2012, Oberhausen

Die Verantwortung der Industrie für den deutschen Faschismus

"Es ist nicht wahr, daß die deutschen Großindustriellen sich erst im letzten Augenblick und halb gezwungen dem Nationalsozialismus angeschlossen haben. Sie waren von Anfang an seine begeisterten Förderer. Die Unterstützung seitens der deutschen Schwerindustrie und Hochfinanz ermöglichte den Nationalsozialisten die Machtergreifung. Die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf die Kriegswirtschaft und die fieberhafte Rüstung zum Angriffskrieg erfolgte unter der unmittelbaren Leitung der deutschen Industriellen." Mit diesen Worten prangerte 1945 der US-Senator Kilgore, Leiter des Senatsuntersuchungsausschusses über das NS-Regime, die direkte Verantwortung der deutschen Konzernherren für die Verbrechen des deutschen Faschismus an. Diese Verbrechen wurden nicht allein von den Herren in den Vorstandsetagen geplant und angewiesen. Unzählige Helfer (und - seltener - Helferinnen) waren notwendig, um das äußerst profitträchtige Geschäft mit Krieg und "Vernichtung durch Arbeit" durchzuführen. Für die Häftlinge in den Konzentrationslagern, an denen grausamste Menschenversuche im Dienste des Kapitals durchgeführt wurden, hatte der Terror Gesichter und Namen.

Zu diesem Thema wollen wir am, 26.01.2012, 19.00 Uhr  ins Linke Zentrum, Elsässer Str. 19, 46045 Oberhausen einladen. Als Gastreferent dürfen wir  Uli Sander (Bundessprecher der VVN/Bda) begrüßen.

Außerdem wird Otto Marx (DKP Oberhausen) über Paul Reusch referieren. Reusch gehörte als Generaldirektor der Oberhausener Guthoffnungshütte (GHH) und Mitglied mehrere Vorstände und Aufsichtsräte der rheinischen Schwerindustrie zu jenen einflussreichen Kreisen der Großindustrie die gemeinsam mit den Feinden der Weimarer Republik aus Staat, Militär und Justiz die Machtübertragung an Hitler durch Hindenburg erst ermöglicht  haben. Bisher ist Reusch in der Gedenkhalle am Schloß Oberhausen thematisiert worden. Aus der neuen Dauerausstellung ist er jedoch verschwunden.

Eine Veranstaltung der VVN-BdA Oberhausen.


28. Januar 2012, Dortmund

Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!

30. Landesweite Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen 2012 in Nordrhein-Westfalen

 

Landeskonferenz 2012Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!

In einer wirklich demokratischen Gesellschaft setzen sich die Interessen der Mehrheit durch. Zum Kernbestand jeder demokratischen Ordnung gehört der Schutz von Minderheiten.

Eine Gesellschaft, in der trotz gigantischer Wertschöpfung Löhne fallen, Renten sinken und soziale Leistungen gekürzt werden, ist keine gerechte demokratische Gesellschaft. Die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben muss gestoppt werden.

Die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft und die Beteiligung Deutschlands an den weltweit geführten Kriegen muss beendet werden. Von deutschem Boden soll niemals wieder Krieg ausgehen!

 

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Die Neonazis wollen Menschen durch Terror einschüchtern und davon abhalten, sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen.

Uns ist klar, dass der Neonazismus nur die sichtbare Spitze der Rechtsentwicklung in ganz Europa ist. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Gewährenlassen der Neonazis durch staatliche Instanzen, der Justiz und dem täglichen Rassismus, der Abschiebepraxis und der Ausweitung der Kriegseinsätze.

Die Neonazis stehen einer demokratischen Gesellschaft im Weg. Neonazis und rechte Ideologien haben zur Lösung von gesellschaftlichen Krisen sowie zur Beendigung von kriegerischen Auseinandersetzungen nichts, aber auch gar nichts beizutragen, außer der Option, dass es auch noch schlimmer geht. Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

So darf es nicht bleiben!

Der überwältigende Teil aller gesellschaftlichen Organisationen und Parteien und große Teile der Bevölkerung lehnen neonazistische Parteien und Organisationen ab. Zehntausende Menschen wenden sich aktiv gegen deren Auftreten. Trotzdem können Neonazis auch in Nordrhein-Westfalen weiter ihren Hass gegen politische Gegnerinnen und Gegner, Menschen anderer Hautfarbe, Nationalität oder Religion auf die Straße tragen.

Woche für Woche behindert die Polizei massiv den Widerstand gegen die Neonazis und beruft sich dabei auf vorläufige höchstrichterliche Entscheidungen in Einzelfällen. 

Die Gegnerinnen und Gegner der Nazis werden kriminalisiert und Menschen, die sich gegen deren Aufmärsche oder Kandidaturen wenden, sollen außerhalb der Verfassung gestellt werden.

Auch die neue Mehrheit im Landtag Nordrhein-Westfalens hat daran bisher nichts geändert. So kann und darf es nicht bleiben.

 

ZivilcourageDemokratie verwirklichen! Frieden schaffen!

Wir erheben unsere Stimme gegen Rassismus, Antisemitismus, Neofaschismus und Krieg auf der Grundlage des Schwurs der Häftlinge von Buchenwald:

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Es gibt keine Patentrezepte, wie der Boden des Nazismus ausgetrocknet werden kann. Jedoch versuchen wir, durch unsere tägliche Arbeit vor Ort den Einfluss der extrem rechten Ideen zurückzudrängen und deren Träger in ihrer Wirkung einzuschränken.

Mit unserer Tagung und den gewählten Schwerpunkten wollen wir konkrete Forderungen entwickeln, gemeinsam Erfahrungen austauschen und die Basis gemeinsamen Handelns verbreitern.

 

Ablauf der Konferenz

10:00 Uhr Begrüßung/Ablauf VVN-BdA NRW

10:15 Uhr Referat Dr. Ullrich Schneider, Generalsekretär der FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer – Bund der Antifaschisten)

10:45 Uhr Kultur Joscha Gingold

11:15 Uhr Arbeitsgruppen (parallele AGs, Themen s.u.)

13:00 Uhr Pause

14:00 Uhr Kultur Chortheater, Köln

14:30 Uhr Arbeitsgruppen (Weiterführung der AGs)

16:00 Uhr Auswertung der Arbeitsgruppen

17:00 Uhr Kultur Chortheater, Köln

17:45 Uhr Schlusswort

18:00 Uhr Ende der Konferenz

 

Arbeitsgruppen

a Dresden und anderswo

b Kinder des Widerstandes

c Demokratische Alternativen im Stadtteil

d Bündnisse eingehen – vernetzen

e Die Gewalt der Neonazis/Faschisten

f Militarisierung der Gesellschaft

g Sündenböcke – Kriminelle – EU-Bürger?

 

Hinweis Für alle Veranstaltungen gilt: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt oder sie werden von dieser ausgeschlossen.

V.i.S.d.P: Bündnis gegen Rechts – Schwanenstraße 30 – Dortmund

  

Zum Flyer

 

Weiter Termine jeweils bei den einzelnen Kreisverbänden.