| 28. Januar 2012, Dortmund Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen! 30. Landesweite Konferenz antifaschistischer Initiativen und Organisationen 2012 in Nordrhein-Westfalen Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!
In
einer wirklich demokratischen Gesellschaft setzen sich die
Interessen der Mehrheit durch. Zum Kernbestand
jeder demokratischen Ordnung gehört der Schutz
von Minderheiten. Eine Gesellschaft, in
der trotz gigantischer Wertschöpfung Löhne fallen,
Renten sinken und soziale Leistungen gekürzt werden, ist keine
gerechte demokratische Gesellschaft. Die Verteilung des
gesellschaftlichen Reichtums von unten nach oben muss gestoppt
werden. Die fortschreitende Militarisierung
der Gesellschaft und die Beteiligung Deutschlands an den weltweit
geführten Kriegen muss beendet werden. Von deutschem
Boden soll niemals wieder Krieg ausgehen! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Die
Neonazis wollen Menschen durch Terror einschüchtern und davon
abhalten, sich für ihre eigenen Interessen einzusetzen. Uns
ist klar, dass der Neonazismus nur die sichtbare Spitze der
Rechtsentwicklung in ganz Europa ist. Es besteht ein Zusammenhang
zwischen dem Gewährenlassen der Neonazis durch staatliche
Instanzen, der Justiz und dem täglichen Rassismus, der
Abschiebepraxis und der Ausweitung der Kriegseinsätze. Die
Neonazis stehen einer demokratischen Gesellschaft im Weg. Neonazis
und rechte Ideologien haben zur Lösung von gesellschaftlichen
Krisen sowie zur Beendigung
von kriegerischen Auseinandersetzungen nichts, aber auch
gar nichts beizutragen, außer der Option, dass es auch
noch schlimmer geht. Denn Faschismus ist keine
Meinung, sondern ein Verbrechen! So darf es nicht bleiben! Der
überwältigende Teil aller gesellschaftlichen
Organisationen und Parteien und große Teile der
Bevölkerung lehnen neonazistische Parteien und Organisationen
ab. Zehntausende Menschen wenden sich aktiv gegen deren
Auftreten. Trotzdem können Neonazis auch in
Nordrhein-Westfalen weiter ihren Hass gegen politische Gegnerinnen
und Gegner, Menschen anderer Hautfarbe, Nationalität oder
Religion auf die Straße tragen. Woche
für Woche behindert die Polizei massiv den Widerstand gegen
die Neonazis und beruft sich dabei auf vorläufige
höchstrichterliche Entscheidungen in Einzelfällen. Die
Gegnerinnen und Gegner der Nazis werden kriminalisiert und
Menschen, die sich gegen deren Aufmärsche oder
Kandidaturen wenden, sollen außerhalb der Verfassung
gestellt werden. Auch die neue Mehrheit
im Landtag Nordrhein-Westfalens hat daran bisher nichts
geändert. So kann und darf es nicht bleiben. Demokratie verwirklichen! Frieden schaffen!
Wir
erheben unsere Stimme gegen Rassismus,
Antisemitismus, Neofaschismus und Krieg auf der Grundlage des
Schwurs der Häftlinge von Buchenwald: „Die
Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der
Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser
Ziel.“ Es gibt keine Patentrezepte, wie
der Boden des Nazismus ausgetrocknet werden kann. Jedoch
versuchen wir, durch unsere tägliche Arbeit vor Ort den
Einfluss der extrem rechten Ideen zurückzudrängen und
deren Träger in ihrer Wirkung einzuschränken. Mit
unserer Tagung und den gewählten Schwerpunkten wollen wir
konkrete Forderungen entwickeln, gemeinsam Erfahrungen austauschen
und die Basis gemeinsamen Handelns verbreitern. Ablauf der Konferenz 10:00 Uhr Begrüßung/Ablauf VVN-BdA NRW 10:15
Uhr Referat Dr. Ullrich Schneider, Generalsekretär der
FIR (Internationale Föderation der Widerstandskämpfer
– Bund der Antifaschisten) 10:45 Uhr Kultur Joscha Gingold 11:15 Uhr Arbeitsgruppen (parallele AGs, Themen s.u.) 13:00 Uhr Pause 14:00 Uhr Kultur Chortheater, Köln 14:30 Uhr Arbeitsgruppen (Weiterführung der AGs) 16:00 Uhr Auswertung der Arbeitsgruppen 17:00 Uhr Kultur Chortheater, Köln 17:45 Uhr Schlusswort 18:00 Uhr Ende der Konferenz Arbeitsgruppen a Dresden und anderswo b Kinder des Widerstandes c Demokratische Alternativen im Stadtteil d Bündnisse eingehen – vernetzen e Die Gewalt der Neonazis/Faschisten f Militarisierung der Gesellschaft g Sündenböcke – Kriminelle – EU-Bürger? Hinweis
Für alle Veranstaltungen gilt: Die Veranstalter behalten sich
vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen. Personen, die
rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der
rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in
der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische,
antisemitische oder sonstige menschenverachtende
Äußerungen in Erscheinung getreten sind, wird der
Zutritt zur Veranstaltung verwehrt oder sie werden von
dieser ausgeschlossen. V.i.S.d.P: Bündnis gegen Rechts – Schwanenstraße 30 – Dortmund Zum Flyer |